Wenn Schmerzen chronisch werden
Ratgeber zu Therapien und Behandlungsqualität
Sechs bis acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter ständigen Schmerzen. Dabei hat das chronische Leid nicht nur körperliche und psychische Seiten, sondern kann auch das Sozialleben Betroffener empfindlich beeinflussen. Viele Patienten mit andauernden Schmerzen geben an, schneller als früher erschöpft zu sein oder gereizter auf Alltagsprobleme zu reagieren. Chronische Schmerzen können Denken und Handeln im Alltag bestimmen. Umso wichtiger ist es, sich bei einer erfolgreichen Schmerztherapie nicht nur auf kurzfristige Schmerzlinderung zu beschränken, sondern langfristig auch die Lebensqualität wieder herzustellen. Weitere Tipps:
Nicht an den Schmerz gewöhnen: Schmerzpatienten sollten bereits in der Frühphase einer Erkrankung professionelle Hilfe suchen. Gewöhnen Sie sich nicht erst an den Schmerz. Wer sich rechtzeitig informiert, welche Maßnahmen helfen, kann besser vorbeugen. Auch Selbsthilfegruppen können hier eine wichtige Anlaufstelle sein.
Ärztewahl: Nicht alle Fachärzte haben gleichermaßen Erfahrung mit der Behandlung chronischer Schmerzpatienten. Fragen Sie ruhig nach der besonderen Qualifikation Ihres Behandlers! Versuchen Sie, Informationen über die Arbeitsweise des Arztes einzuholen. Ein volles Wartezimmer und lange Wartezeiten sagen nichts über die Qualität einer Behandlung. Auch spricht es für den Arzt, seinen Patienten nicht nur mit Medikamenten zu behandeln, sondern ihn auch zu anderen Maßnahmen anzuleiten.
Behandlungsziel: Bei der Therapie eines chronischen Leidens sollte nicht nur die Schmerzlinderung im Mittelpunkt stehen, sondern auch der Umgang mit dem Schmerz. Lebensqualität als Behandlungsziel ist vor allem dann besonders wichtig, wenn Patienten dauerhaft nicht ganz schmerzfrei werden.
Weitere Informationen über eine Vielzahl medizinischer und anderer therapeutischer Hilfsangebote, deren Wirksamkeit und Behandlungsqualität enthält der Ratgeber „Chronische Schmerzen“ der Verbraucherzentrale. Den Ratgeber gibt es für 9,80 Euro im Infozentrum der Verbraucherzentrale (Mo - Fr 10 – 18 Uhr). Zu bestellen für 12,30 Euro bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, oder per Tel. 040-24832-0, Fax 040-24832-290, bestellung@vzhh.de, www.vzhh.de.
Dr. Günter Hörmann
Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
www.vzhh.de
13. Dezember 2005
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