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Ernährung "Die
neue Ess-Klasse"
Tipps der Verbraucherzentrale Ständig wiederkehrende Schlagzeilen über
Pestizidrückstände in Gemüse und
Obst oder Antibiotikafunde im Fleisch führen
dazu, dass viele Menschen die
einwandfreie Qualität von Lebensmitteln bezweifeln.
Wer ein paar Tipps der
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein beherzigt,
kann auch in Zukunft mit
Genuss essen:
· Lebensmittel aus ökologischem
Anbau haben viele Vorteile. Ihre Anbauweise
trägt zum Schutz von Boden, Luft und Wasser
bei und leistet einen Beitrag
zum Tierschutz. Umstrittene Technologien wie Gentechnik
und
Lebensmittelbestrahlung kommen nicht zum Einsatz.
Der Energieverbrauch bei
der Herstellung ist um zwei Drittel geringer als
beim konventionellen Anbau
und es entstehen weniger klimaschädigende Treibhausgase.
Zu erkennen sind
die Produkte am staatlichen Biosiegel und den Zeichen
der Verbände wie z. B.
Bioland, Demeter und Naturland.
· Lebensmittel aus der Region heben auf Gesichtspunkte
einer nachhaltigen
Produktion ab. Kurze Transportwege bedeuten weniger
Schadstoffemissionen.
Kurze Handelswege ermöglichen auch eine bessere
Transparenz von Anbau bzw.
Tierhaltung und Verarbeitung. Die heimische Landwirtschaft
wird durch den
Kauf regionaler Produkte unterstützt. Regionale
Produkte und Spezialitäten
findet man auf Bauern- und Wochenmärkten sowie
bei direkt vermarktenden
Landwirten. Zusätzlich gibt es die mit dem
blau-weißen Gütezeichen
"Hergestellt und geprüft in Schleswig-Holstein" ausgezeichneten
Lebensmittel.
·
Die Auswahl von Gemüse und Obst entsprechend
der Saison bietet
schmackhafte, gut ausgereifte Produkte ohne energieaufwändigen
Treibhausanbau.
·
Bei Produkten, die zwangsläufig von weit her
kommen, wie Kaffee, Tee,
Kakao oder Orangensaft bieten fair gehandelte Lebensmittel
die Chance, zu
mehr Gerechtigkeit beizutragen. Fair gehandelte
Lebensmittel helfen, die
Existenz kleinbäuerlicher Erzeugerbetriebe
und ihrer Familien in
Entwicklungsländern zu sichern. Darüber
hinaus wird ein Teil der Erlöse dort
zunehmend in ökologische Anbaumethoden investiert.
Die Siegel des fairen
Handels wie TransFair oder gepa kennzeichnen fair
gehandelten Lebensmittel.
·
Möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel mit
sparsamer Verpackung tun
Umwelt und Gesundheit gleichermaßen gut. Viel
frisches Gemüse und Obst, dazu
Backwaren und Müsli aus Vollkorngetreide sowie
Frischmilchprodukte bieten
eine solide Basis für eine genussvolle und
ausgewogene Ernährung.
Nr. 74 / 09.12.2003
Thomas Hagen
Pressestelle
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e. V.
Bergstraße 24 - 24103 Kiel
http://www.verbraucherzentrale-sh.de
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