|
Der Spuk ist endlich vorbei
Auflösung des Rathaus-Bündnisses
Stimmen zum Scheitern des Senats:
GAL-Bürgerschaftsfraktion:
Neuwahlen in Hamburg
Der Spuk ist endlich vorbei
„
Die Stadt atmet auf, der Spuk ist endlich vorbei“,
erklärt die Vorsitzende der GAL-Fraktion Christa
Goetsch zum heute verkündeten Entschluss zu
Neuwahlen:„Das war allerhöchste Zeit,
denn Hamburg hat in den letzten zwei Jahren erheblichen
Schaden genommen. Der Rechtssenat ist gescheitert.
Die CDU steht vor einem Scherbenhaufen, weil sie
sich mit Schills Rechtspopulisten eingelassen hat.
Jetzt gibt es endlich die Chance, dass Schill in
die politische Wüste geschickt wird und in
Hamburg keine wichtige Rolle mehr spielen kann.
Die GAL fordert seit Monaten Neuwahlen. Wir wollen
diese Chance wahrnehmen, um endlich mit neuen Zielen
wieder Politik für Kinder und Familien in Hamburg
zu machen. Die GAL ist darauf inhaltlich und organisatorisch
gut vorbereitet.“
9. Dezember 2003
GAL-Bürgerschaftsfraktion
Brigitte Köhnlein
Das Scheitern
des Senats - ein Scheitern des zaudernden Bürgermeisters SPD-Landeschef
Olaf Scholz hat Bürgermeister
Ole von Beust vorgeworfen, viel
zu lange mit der Auflösung des Rathaus-Bündnisses
gewartet zu haben. "Der
Schritt war überfällig. Durch das Zögern
des Bürgermeisters hat Hamburgs
Ansehen in der ganzen Bundesrepublik Schaden genommen",
sagte Scholz am
Dienstag. Die Unberechenbarkeit des Beust-Koalitionspartners
Schill sei
offensichtlich gewesen - "der Bürgermeister
sollte jetzt nicht so tun, als
habe ihn die aktuelle Entwicklung überrascht.
Heute spricht er von einem
"
unwürdigen Kasperletheater" im Hamburger
Rathaus und von einer politischen
Auseinandersetzung mit "psychopathologischen
Zügen". Diese Phänomene sind
nicht neu", sagte Scholz. Der Bürgermeister
habe sie lediglich lange
ignoriert. "Das war sein letzter Fehler. Sein
erster war, gegen alle
Warnungen eine Koalition mit dem Rechtspopulismus
eingegangen zu sein",
sagte der Hamburger SPD-Landesvorsitzende.
Scholz sagte weiter:
"Die heutige Entscheidung für
das Ende des amtierenden Senats ist lange
überfällig. Nicht erst - wie Bürgermeister
von Beust sagt - in der
vergangenen Wochen sind die Grenzen des Anstands
im Hamburger Rathaus
ü berschritten worden. Die Ereignisse der vergangenen
Woche waren vielmehr
das letzte Glied in einer Kette von Peinlichkeiten
und Skandalen des
Schill-Beust-FDP-Senats.
Heute spricht Bürgermeister von Beust von
einem "unwürdigen Kasperletheater"
im Hamburger Rathaus und von einer politischen Auseinandersetzung
mit
"
psychopathologischen Zügen". Diese Phänomene
sind nicht neu. Der
Bürgermeister hat sie lediglich lange ignoriert.
Das war sein letzter
Fehler. Sein erster war, gegen alle Warnungen eine
Koalition mit dem
Rechtspopulismus eingegangen zu sein.
Hamburgs SPD hat mit ihrem Spitzenkandidaten Thomas
Mirow eine klare
Alternative, die für politischen Weitblick
steht und für verlässliche
Politik in Hamburg steht.
9. Dezember 2003
Christoph Holstein
SPD Hamburg
Chaos-Koalition kaputt DGB Hamburg:
Neuwahlen als Chance
für Hamburger
Arbeitnehmer
Erhard Pumm, Vorsitzender
des DGB Hamburg,
zum Scheitern der
Mitte-Rechts-Koalition
in Hamburg: "Dass
diese ,Bastard-Koalition'
schon nach zwei Jahren
vor einem
Scherbenhaufen steht,
verwundert die Gewerkschaften
nicht. Wir haben bereits
zu Beginn dieser unsäglichen
Allianz von CDU, FDP
und Schillpartei vor
den
politischen Folgen gewarnt.
Dieses Desaster hat sich
Bürgermeister Ole
von
Beust selbst eingebrockt,
weil er unbedingt - auch
mit einem Herrn Schill
an
seiner Seite - an die
Macht kommen wollte. In
dem Ende dieses Senats
liegen auch Chancen:
Wir erwarten, dass diese Regierung
bis zu den Neuwahlen
keine Entscheidungen
mehr trifft, die politisch
von großer
Tragweite sind - so müssen
etwa der LBK-Verkauf
sofort gestoppt,
die Reform der Beruflichen
Schulen
zurückgestellt werden,
und auch Beschlüsse
zum Sozialabbau im Vermittlungsausschuss
dürfen nicht mehr
mit Hamburgs
Stimme getragen werden.
Mit einer Neuwahl
verknüpfen die Gewerkschaften
die Hoffnung, dass die
Arbeitnehmerpolitik
in Hamburg wieder eine größere
Bedeutung bekommt."
9.
Dezember 2003
Claudia Falk
Öffentlichkeitsarbeit
DGB Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
www.dgb-hamburg.de
PDS-Hamburg:
Rechtskoalition gescheitert –
eine linke Alternative
wird wählbar sein!
Mit
der Ankündigung,
die Koalition zu beenden,
gesteht Bürgermeister
Ole von Beust ein, dass
er der Geister, die er
rief, nicht mehr Herr
wird.
CDU
und FDP haben die Schill-Partei
und ihren
Namensgeber regierungsfähig
gemacht. Sie haben die
Rechtspopulisten benötigt
für eine Politik
der hemmungslosen Privatisierung,
der Zertrümmerung
vieler Einrichtungen
der öffentlichen
Daseinsvorsorge und des
sozialen Hilfesystems,
des Bildungsabbaus, der
Ausgrenzung und Angriffe
auf die kulturelle Vielfalt
in dieser Stadt. Auch
nach der Entlassung von
Schill ist Bürgermeister
von Beust das Risiko
der Koalition mit der
Schill-Partei weiter
eingegangen, um nur ja
den Haushalt der rigiden
Streichungen und die
Verschleuderung des Landesbetriebs
Krankenhäuser über
die Bühne zu ziehen.
Sein Kalkül ist
an der Unberechenbarkeit
der Rechtspopulisten
zerplatzt.
Die
Landessprecherin der
PDS Hamburg, Christiane
Schneider, erklärt
dazu: „Die Rechtskoalition
ist gescheitert, aber
ihre Politik leider noch
lange nicht. Kein einziges
Vorhaben, keine Streichung,
keine Schließung
ist zurückgenommen,
der Verkauf des Landesbetriebs
Krankenhäuser wird
weiter betrieben.
Hamburg
braucht, das haben
die letzten Monate
schmerzhaft deutlich
gemacht, eine linke Opposition
in der Bürgerschaft.
SPD und Grüne haben
wenig Alternativen zu
bieten. Die PDS Hamburg
wird sich nach ihren
Kräften dafür
einsetzen, dass Alternativen,
die sich am Leitbild
einer solidarischen und
sozialen Stadt orientieren,
in der nächsten
Bürgerschaft vertreten
werden. Wir sind sicher,
dass sich die vielfältige
Linke in dieser Stadt
in diesem Sinne auf eine
Kandidatur verständigen
kann.“
Christiane
Schneider
PDS Landesverband Hamburg
- Landesgeschäftsführer
Martin Wittmaack
Neuer Kamp 25 • 20359
HH
http://www.pds-hamburg.de
|